FIZO-Prüfung in Wurz

FIZO 2017 in Wurz: 35 Pferde, interessierte Zuschauer, mäßiges Wetter.

Vom 27. bis 30. April fand die internationale Zuchtprüfung für Islandpferde statt, die in allen der FEIF angeschlossenen Ländern nach gleichem Reglement durchgeführt und länderübergreifend anerkannt wird. Diese Prüfung gilt in den Zuchtverbänden als Eigenleistungsprüfung für Hengste und Stuten. 40% der Gesamtnote ergeben sich aus dem Exterieur, mit 60% fließen die Reiteigenschaften ein. Die Exterieurbeurteilung der Pferde fand in der Reithalle des Gestüts Lipperthof von Irene und Uli Reber statt, die Reiteigenschaften wurden auf der Passbahn in zwei Durchgängen bewertet. Im ersten Durchgang werden die Pferde einzeln vorgestellt; der Reiter hat auf 10 Bahnlängen die Möglichkeit, das Gangpotential des Pferdes möglichst optimal zu präsentieren. Im zweiten Durchgang am nächsten Tag sind mehrere Pferde gleichzeitig auf der Bahn. Jetzt werden noch 6 Längen geritten. Im zweiten Durchgang kann man die Noten (auch Gebäudenoten) nur noch verbessern. Da relativ wenige Reiter sehr viele Pferde vorstellen gleicht die Startreihenfolge für den zweiten Durchgang fast der Quadratur eines Kreises.

Richter waren Barbara Frische, Jens Füchtenschnieder und, aus Dänemark, John Siiger Hansen. Die Rechenstelle lag wieder in den bewährten Händen von Kristín Halldórsdóttir. Von den 35 vorgestellten Pferden legten 13 Hengste und 20 Stuten die vollständige Prüfung ab, bei einer 5-jährigen Stute und einem 6-jährigen Wallach wurde nur das Gebäude bewertet. Die Pferde werden in drei Altersklassen gelistet: 5-jährige, 6-jährige, 7-jährige und ältere, getrennt nach Stuten und Hengsten.

Zuerst die Hengste:

Bei den 5-jährigen Hengsten stand mit 8,14 der dunkelbraune „Eldfari vom Lipperthof“ (V: Tigull frá Kleiva) aus der Zucht und im Besitz von Uli Reber an erster Stelle. Mit der Gesamtnote 8,15 teilten sich bei den 6-Jährigen zwei Hengste den ersten Platz: „Alsvinnur vom Wiesenhof“ (V: Álfasteinn frá Selfossi) ebenfalls dunkelbraun, gezogen und im Besitz von Bernhard und Markus Podlech und der Rappe „Tryggur vom Lipperthof“ (V: Þrottur frá Hvalnesi) aus der Zucht und im Besitz von Uli Reber.

Sieger der gesamten Prüfung war der 7-jährige braune Hengst „Starri frá Herriðarhóli“ (V: Ágústínus frá Melaleiti) mit der Endnote 8,61. Er ist in Island bei Ólafur Arnar Jónsson geboren, seine Besitzerin ist Elke Handtmann, Biberbach und aufgestellt ist er auf dem Lipperthof.

Zu den Stuten:

In der Gruppe der 5-jährigen wurde nur eine Stute vorgestellt, „Mária von Rausch“ (V: Sjóli frá Dalbæ). Die Rappstute, gezogen und im Besitz von Dagmar und Christian Bleek erreichte eine Gesamtnote von 7,86. Die Siegerin der 6-jährigen, die Fuchsstute „Mist frá Hrafnkelsstöðum“ (V: Aron frá Strandarhöfði) war beste Stute dieser FIZO-Prüfung und erreichte im Gesamtklassement mit der Note 8,45 den zweiten Platz. Auf der FIZO-Prüfung 2016 in Wurz war sie ebenfalls beste Stute und zweite im Gesamtergebnis mit der Note 8,44. „Mist“ ist aus der Zucht und im Besitz von Elke Handtmann. Erstplatziert bei den älteren Stuten wurde die 7-jährige Fuchsschecke „Framtið frá Visindahofi“ (V: Álfur frá Selfossi) mit der Endnote 8,31 aus der Zucht von Bruno Podlech und im Besitz seiner Söhne Bernhard und Markus.

Mit der Siegerehrung der gerittenen Zuchtpferde auf der Ovalbahn des Gestüts Lipperthof endete die FIZO-Prüfung am Sonntagnachmittag.

Julia Schlögel

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