Pferdefarben

Vor rund 25 Zuhörern gab Frau Dr. Monika Reißmann, Leiterin des Molekularbiologischen Zentrums der Humboldt-Universität in Berlin den Islandpferdezüchtern Bayerns im Rahmen der Mitgliederversammlung 2014 einen Einblick in die Genetik der Pferdefarben.

Die Farbe des Pferdes gehört zum Exterieur und verschiedene Rassen werden auf einzelne Farben gezüchtet. Die Farbe des Pferdes hat Bedeutung als typisches Rassemerkmal, beliebtes Selektionskriterium der Züchter und kann unter Umständen eine gut bezahlte Besonderheit darstellen.

Die Farbproduktion wird durch 380 Gene gesteuert, wobei es bei den Säugern nur zwei Grundpigmentarten gibt. Farbabstufungen entstehen durch Verdünnungsprozesse infolge vieler weiterer Gene.

Die Silberaufhellung wirkt nur auf Schwarz nicht bei Füchsen, die Isabellaufhellung jedoch bei allen Farben, ebenso die Falbaufhellung.

Alle Schecken und auch Schimmel sind Leukisten, keine Albinos. Die progressive Depigmentierung der Schimmel tritt unabhängig von der Grundfarbe, der Aufhellung oder der Scheckung auf und ist keine Farbe sondern ein fortschreitendes ergrauen. Die Haare sind pigmentlos, Hufe und Haut sind pigmentiert.

Es wurde noch auf die Folgen einer falschen Farbbestimmung eingegangen, die beim Islandpferd mit 8 % Prozent geschätzt wird und über die pleiotropen Effekte verschiedener Fellfarben. Die jedoch durch Gentests fest gestellt werden können.

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